A

Anthropomorph

Gegenstand, dessen Form der menschlichen Gestalt nachempfunden ist.

 

Antiquität

Als Antiquitäten werden Gegenstände bezeichnet, meist künstlerischer oder kunsthandwerklicher Art, die je nach Stilrichtung mindestens 100 Jahre alt sein sollen.

Ariel-Glas

Ein spezielles Glas, das in den späten 1930er-Jahren von dem schwedischen Glashersteller Orrefors entwickelt wurde. Im Glas eingeschlossene Luftbläschen reflektieren, brechen das Licht und erzeugen auf diese Weise eine schimmernde Wirkung. 

Art déco

Stilrichtung in Kunst und Design der 1920er- und 1930er-Jahre, gekennzeichnet durch kräftige Farben und geometrische Formen. Wurde zum Sinnbild für Glamour und Luxus des Jazz Age und umfasste alle Bereiche, in denen Design zum Einsatz kam,. z. B. Fotografie, Film, Reise und Verkehrswesen.

Art nouveau

Auch Jugendstil genannt. Stilrichtung, die sich durch fließende, an natürlichen Formen orientierte Linien auszeichnet. Entstand um 1890 und dauerte bis zum Ersten Weltkrieg an.

 

Arts-and-Crafts-Bewegung

Künstlerische, kunsthandwerkliche und sozialreformerische Bewegung im England des späten 19. Jh., die den Bezug zwischen Künstler und Handwerker ins Zentrum stellte und anstrebte, schlichte, sorgfältig gefertigte, zweckmäßige Möbel für alle Gesellschaftsschichten zu produzieren.

B

Bakelit

Strapazierfähiger, schwer entflammbarer Kunststoff, der 1905 erfunden und in der ersten Hälfte des 20. Jh. für zahlreiche Produkte verwendet wurde. Gut formbar, elektrischer Isolator, widerstandsfähig gegen Hitze und Chemikalien.

​​​​​​​​​​​​​Bauhaus

Kunstschule, die 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet wurde und anstrebte, Handwerk und Kunst in Einklang zu bringen. Hatte beträchtlichen Einfluss auf Design und Architektur der Moderne. Das Bauhaus wurde 1933 von den Nationalsozialisten geschlossen.

Biedermeier

Stilrichtung, die in der ersten Hälfte des 18. Jh. vor allem in Deutschland, Österreich und Skandinavien beliebt war. Biedermeier-Möbel haben meist klassische, symmetrische Formen und schlichte Verzierungen mit Ornamenten wie Muscheln, Lyren oder Amphoren.

Biomorph

Design, das auf natürlichen Formen basiert oder einem lebenden Organismus ähnelt.

Bleikristall

Glas mit einem Anteil von mindestens 20% Bleioxid, das sich außergewöhnlich gut für dekorative Schlifftechniken eignet.

C

Chinalack

Ein Lack, der aus dem Bleiglasfenster Fenster, bei denen Harz des Lackbaums (Rhus verniciflua) gewonnen und nach der Trocknung eine harte, glatte, wasserdichte Beschichtung bildet. Wird in Japan und China seit dem 6. Jh. verwendet und stand bei Designern der Moderne hoch im Kurs.

Chrom

Chemisches Element, das — auch in Legierungen — zur Oberflächenbeschichtung unedler Metalle verwendet wird.

 

Cloisonné

 

Kunsthandwerkliche Emailarbeit, bei der ein Muster aus Drähten oder Metallstreifen auf einen Untergrund aufgelötet wird. Die so entstehenden Zellen werden mit Emailpulver gefüllt, das im Brand schmilzt. Abgeleitet vom frz. Begriff cloison (Trennwand).

 

D

De Stijl

Künstlerische Bewegung, 1917—1931, benannt nach dem niederländischen Ausdruck für »der Stil«. Gegründet von avantgardistischen niederländischen Künstlern, Architekten und Designern. Typisch ist die Reduktion von Design auf das Wesentliche, eine Geometrie gerader, sich nicht schneidender Linien und Ebenen sowie die Beschränkung auf Schwarz, Weiß und die Primärfarben.

 

​Duroplast

 

Kunststoff, der nach seiner Aushärtung nicht mehr verformt werden kann. Sie gehören zu den ersten Kunststoffen, die industriell produziert wurden.

E

Email (auch Emaille)

Farbiges Schmelzglas, transparent oder opak, das auf eine Metalloberfläche aufgebracht und in einem Brenn Ofen mit diesem verschmolzen wird. Siehe auch Fensteremail.

F

Femme-fleur

Französischer Begriff für ein Mischwesen aus Frau und Blüte. Motive dieser Art waren im Art nouveau beliebt.

Fensteremail

Eine kunsthandwerkliche Technik, bei der Aussparungen in einem feinen Gerüst aus dünnen Metallstegen mit durchscheinendem Email ausgefüllt werden.

Finial

Dekoratives Element am oberen Ende eines Möbelstücks oder Gegenstand, häufig gedrechselt, geschnitzt oder aus Metall gefertigt. Gebräuchliche Formen sind Eichel, Tannenzapfen oder Urne.

Funktionalismus

Ein Prinzip der Architektur, welches besagt, dass die Gestaltung eines Gebäudes seinen Zweck widerspiegeln soll. Ein zentraler Grundsatz der Moderne, der auch im Design die Zweckmässigkeit über den dekorativen Aspekt stellte. Siehe auch Bauhaus.

Furnier

Dünne Schicht aus hochwertigem Holz, das zur Aufwertung des Aussehens auf die Oberfläche eines Möbelstücks aus weniger hochwertigem Holz geleimt wird.

 

Futurismus

Künstlerische und soziale Bewegung im Italien des frühen 20. Jh., die vom Kubismus beeinflusst war. Technischer Fortschritt, die Schönheit von Maschinen, Geschwindigkeit und Modernität waren zentrale Themen des Futurismus.

 

G

Graal-Glas

Eine Technik der Glasherstellung, die 1916 von dem schwedischen Unternehmen Orrefors entwickelt wurde. Mehrschichtiges Glas in verschiedenen Farben wird bearbeitet, sodass farbige Muster entstehen, und dann mit einer zusätzlichen Schicht Klarglas überzogen. 

Gravieren

Technik zur Bearbeitung von Metall oder Glas. Mit einem scharfen Werkzeug (z. B. einem Stichel mit Diamantspitze oder einem Gravierrad) wird ein Bild in die Oberfläche des Materials eingeritzt. Die modernste Variante dieser Technik ist die Lasergravur.

Grés

Ein Steinzeugton, der bei hoher Temperatur (meist über 1200 Grad) gebrannt wird, dabei sintert und auch ohne Glasur dicht ist.

I

Incalmo

Italienischer Begriff für eine komplizierte Technik, die von den Glasherstellern auf der Insel Murano vor Venedig eingesetzt wurde. Zwei verschiedene Farben Glas werden geblasen und in heißem Zustand vorsichtig zusammengefügt, sodass Gefäße mit farbigen Streifen entstehen.

Intarsie

Dekorationstechnik, bei der in eine ebene Oberfläche aus Vollholz oder Stein andersfarbige Hölzer, Steine oder exotische Materialien eingelegt werden.

Siehe auch Marketerie.

Internationaler Stil

Strömung der Architektur, die in den 1920er-Jahren in Europa entstand und sich in den 1930er-Jahren in die USA ausbreitete. Typisch sind geradlinige Formen und Materialien wie Stahl und Beton, wie sie z. B. in Wolkenkratzern zum Einsatz kamen.

Irisieren

Ein optisches Phänomen, bei dem eine Fläche abhängig vom Lichteinfall in allen Regenbogenfarben schillert. Wird auf Glas oft durch Einsprühen der heißen Oberfläche mit Metallsalzen erzeugt.

Isometrisch

Eine Form, bei der alle Seiten die gleichen Abmessungen haben, z. B. eine Pyramide.

J

Japonismus

Stilrichtung der europäischen und amerikanischen Kunst, die durch japanische Kunst beeinflusst ist. Die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen zwischen Japan und dem Westen in den 1850er-Jahren förderte in der westlichen Welt das Interesse an japanischer Kunst.

Jazz Age

Bezeichnung für die »wilden Zwanzigerjahre«, in denen der Jazz in Europa und den USA Erfolge feierte und die von F. Scott Fitzgerald in Der große Gatsby porträtiert wurden. Stand in engem Bezug zum Art déco und hatte großen Einfluss auf die Alltagskultur, ebbte aber während der Großen Depression in den 1930er-Jahren ab.

Jugendstil

Spielart des Art nouveau im deutschsprachigen Raum, den Niederlanden, Skandinavien und Lettland. Geradliniger als die französischen und belgischen Gegenstücke. Der Name leitet sich von der Kunstzeitschrift Jugend ab, die 1896 erstmals veröffentlicht wurde, sodass die darunter liegende (meist andersfarbige) Schicht sichtbar wird und ein reliefartiges Dekor entsteht.

K

Kameenglas

Glas aus zwei oder mehr verschiedenfarbigen Schichten. Die obere Schicht wird durch Schnitt- oder Ätzetechniken entfernt, sodass die darunter liegende (meist andersfarbige) Schicht sichtbar wird und ein reliefartiges Dekor entsteht.

Kameoglas (Überfangglas)

Glastyp, der in den 1930er-Jahren auf der Insel Murano vor Venedig entwickelt wurde.

Eine oder mehrere Schichten aus transparentem, farbigem Glas werden mit einer dicken

Schicht aus farblosem Glas überzogen.

Knochenporzellan

Porzellan, das durch Beimischung von Rinderknochenasche sehr weiß ist. Erstmals 1748 von Thomas Frye in der Bow Porcelain Factory (London) eingesetzt.

Konstruktivismus

Eine künstlerische Bewegung, die in Russland nach der Oktoberrevolution 1917 entstand. Sie stellte statt der Komposition die Konstruktion in den Mittelpunkt und forderte, moderne Materialien aus Massenproduktion zu verwenden, um die kommunistische Gesellschaft zu fördern. Die Bewegung hatte beträchtliche Auswirkungen auf Kunst, Architektur und Grafikdesign und beeinflusste auch Bauhaus und De Stijl.

Kubismus

Künstlerische Bewegung (um 1907—1914, von Frankreich ausgehend) unter Führung von Pablo Picasso und Georges Braque. Kubistische Bilder brachen mit den Konventionen der Perspektive und zeigten Stillleben oder Figuren aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig, sodass sie zergliedert und geometrisch abstrakt wirkten. Diese Formensprache beeinflusste Art déco und Moderne.

L

Lithografie

Drucktechnik, die um 1800 entwickelt und oft für Plakate eingesetzt wurde. Das Motiv wird mit einem fetthaltigen Stift auf Metall oder Stein gezeichnet, dann wird dieser mit Wasser und Druckfarbe behandelt. Die fettigen Striche stoßen Wasser ab, halten aber die Farbe, die so auf Papier gedruckt werden kann.

M

Marketerie

Einlegearbeiten, die ausschließlich aus dünnen Materialien wie Holzfurnieren in verschiedenen Farben, Perlmutt oder Elfenbein hergestellt werden, welche aneinandergefügt werden. Siehe auch Intarsie.

Maschinenzeitalter

Ein Begriff, der 1927 von The New York Times Index geprägt wurde. Bezeichnet den nach dem Ersten Weltkrieg einsetzenden Wandel von einer weitgehend ländlichen Gesellschaft zum schnelllebigen, von Autos und Maschinen geprägten Lebensstil, der im Design die Stromlinienform in Mode brachte.

 

Mid-century modern (MCM)

Stil der Formgestaltung in der Architektur und im Möbeldesign, der sich etwa im mittleren Drittel des 20. Jahrhundert vor allem durch klare Linien sowie organische Formen und stromlinienförmige Gestaltung ohne weitere Ausschmückung auszeichnete.

Minimalismus

 

Eine Stilrichtung, die Design auf das Wesentliche reduziert. Typisch sind einfache geometrische Formen, Unifarben oder Weiß und der Verzicht auf dekoratives Beiwerk. Entwickelte sich als Zweig der Moderne nach dem Zweiten Weltkrieg und wird vor allem mit amerikanischen Künstlern der 1960er- und 1970er-Jahre in Zusammenhang gebracht.

 

Modernisme

Spanischer Begriff für die dortige Spielart des Art nouveau. Der bedeutendste Vertreter ist der katalanische Architekt Antoni Gaudi.

Moderne

Stilrichtung in der Architektur und Design von etwa 1920 bis bis in die 1950er Jahre. Charakteristika sind Geometrie, Abstraktion und Massenproduktion. Die Anhänger grenzten sich bewusst von der Vergangenheit ab, vor allem von dekorativen Motiven und traditionellen Stilen. Sie betonten stattdessen die formalen Merkmale des Designs.

Murrina

Scheiben von transparenten oder opaken farbigen Glasstäben, die gebündelt und miteinander verschmolzen werden. Sie sind meist gemustert und können zu Formen gepresst oder in durchsichtiges Glas eingearbeitet werden.

Muschelgold

Pulverisiertes Gold, das mit Gummi arabicum als Bindemittel vermischt und — mit Wasser verdünnt — zum Vergolden u. a. von Möbeln verwendet wurde.

N

Neugotik

Strömung des 19. Jh, die in Architektur und Möbelbau Stilelemente der Gotik aufgriff, z. B. Spitzbögen, Maßwerk, Vierpass und geschnitzte Motive.

Neoplastizismus

Eine von Piet Mondrian 1920 begründete Stilrichtung der Malerei.

O

Opalglas

Schimmerndes, milchig-bläuliches Glas, in dem undurchsichtige, dickere Bereiche mit durchsichtigen, dünneren wechseln. Erstmals im 16. Jh. von venezianischen Glasbläsern produziert, 400 Jahre später im Art déco erneut in Mode.

Organisch

Im Design Bezeichnung für kurvige, fließende Formen, die Betonung der Kunst als Selbstzweck aber auch der ästhetischen Bewegung.

P

Päte de Verre (frz. für »Glaspaste«).

Glasgussverfahren, bei dem gemahlenes Glas mit Flüssigkeit zu einer Paste gemischt, in eine Form gepresst und dann erhitzt wird.

Pavé-Fassung

Begriff aus dem  Juwelierhandwerk für mehrere kleine, gleich geformte Edelsteine, die dicht an dicht gesetzt werden, sodass zwischen ihnen nahezu kein Edelmetall sichtbar ist.

Porzellan

Harte, weiße Keramik, die erstmals in China im späten 6. Jh.  hergestellt wurde.

Durchscheinend, aber stabil, fest und wasserdicht. Wird meist glasiert.

Weichporzellanwurde im 16. Jh. in Europa als Ersatz für die teure Importware aus

China entwickelt. Die Herstellung von Hartporzellan gelang in Europaerst 1709, als

in Meißen nach einigen Fehlversuchen eine Rezeptur entwickelt worden war.

 

Postmoderne

 

Eine architektonische Bewegung, die in den späten 1970er-Jahren als Reaktion auf die Nüchternheit und Zweckmäßigkeit der Moderne entstand. Führende Vertreter waren Ettore Sottsass und die Memphis-Gruppe. Merkmale des Stils sind leuchtende Farben, üppige Dekorationen, witzige Anspielungen auf vergangene Stile und Materialien sowie ein ironischer Umgang mit üblichen Vorstellungen von gutem Geschmack.

Q

Quarzglas

Ein Glas, das aus reinem Siliziumdioxid besteht, also im Gegensatz zu vielen gängigen Glasarten keine Beimischungen anderer Stoffe enthält.

R

Radialsymmetrie

Form der Symmetrie, bei der die Symmetrieachsen strahlenförmig von einem Mittelpunkt ausgehen. Häufig auf Tellern und ähnlichen runden Objekten.

 

Radikales Design

Avantgardistische Designbewegung im Italien der 1960er-Jahre, die auf grelle Farben, Kitsch und Massenproduktion setzte. Nahm die Postmoderne voraus.

 

Relief

Modellierte, geschnitzte, gehauene oder geprägte künstlerische Darstellung, die sich plastisch von ihrem Hintergrund abhebt.

S

Säureätzung

Ein Verfahren zum Mattieren von Glas mithilfe von Säure (meist Salzsäure). Bereiche, die nicht mattiert werden sollen, werden mit Wachs oder Lack abgedeckt, bevor das Glas in die Säure getaucht wird. Die Methode wird auch in der Kameentechik eingesetzt, um die Überzugsschicht zu entfernen.

Shibayama zaiku

Dekorative Intarsientechnik aus winzigen Teilchen in lackiertem Grund, die im 18. Jh. In Japan ihre Blüte erlebte und später im Westen kopiert wurde.

Silberstempel

Mit Hammer und Punze eingeschlagene Markierungen auf Produkten aus Silber, die Auskunft über Feingehalt, Hersteller, Ort und/oder Datum der Herstellung und andere Details geben können.

Skeuomorphismus

 

Im Design Gegenstände, die aus rein dekorativen Gründen die Optik eines anderen Materials imitieren, z. B. Linoleum das wie Rinde oder Marmor aussieht.

Steingut

Keramik aus Ton, der beim Brand nicht sintert und zum Abdichten glasiert werden muss.

Steinzeug

Keramik aus Ton, bei höherer Temperatur gebrannt, sodass er sintert und dadurch wasserdicht und hart wie Porzellan wird. Häufig mit dekorativen Salz oder Bleiglasuren verziert.

Stile Liberty

 

Italienischer Begriff für das Art Nouveau, angelehnt an Arthur Lasenby Liberty, Gründer des Londoner Kaufhauses Liberty.

 

Stromlinienform

Aus dem Ingenieurwesen stammender Begriff, der in den 1920er-/1930er-Jahren auch für amerikanische Art-déco-Möbel und andere Gegenstände mit glatten, klaren Formen verwendet wurde.

Studioglas

Produkte unabhängiger Glasdesigner, die allein oder mit Gleichgesinnten in Studios oder Ateliers arbeiten und ihr Kunsthandwerk ohne kommerziellen Druck ausüben wollen. Die Studioglasbewegung entstand in den 1960er-Jahren in den USA und bewirkte, dass künstlerisches Glas mehr Anerkennung genoss, höhere Preise erzielte und an Sammlerwert gewann.

Suprematismus

Russische Strömung der abstrakten Kunst um 1915/1930, die formalen Eigenschaften höchsten Stellenwert einräumte. Es entstanden Werke mit einfachen geometrischen Formen und begrenzter Farbpalette. Der Suprematismus hatte auch einen entscheidenden Einfluss auf Architektur und Kunsthandwerk.

Symbolismus

Bewegung in Kunst und Literatur des späten 19. Jh., die danach strebte, eine tiefere Realität zum Ausdruck zu bringen und — oft mithilfe von Symbolen — Bilder aus Träumen, Unterbewusstsein und Fantasie umzusetzen. Beeinflusst war sie vom religiösen Mystizismus und der primitiven Kunst.

T

Textur

Die strukturelle Beschaffenheit einer Oberfläche, wie man sie vor allem mit dem Seh-, aber auch mit dem Tastsinn wahrnimmt.

Thermoplast

Kunststoff, der bei Erwärmung in einem bestimmten Temperaturbereich verformbar ist und beim Abkühlen wieder erhärtet.

Teak

Tropisches Hartholz mit hoher Dichte, das wegen seines natürlichen Ölgehalts widerstandfähig gegen Pilz- und Insektenbefall ist. Vielfach im 18. Jh. verarbeitet, außerdem für dänische Möbel der 1950er- und 1960er- Jahre.

Tiffany-Glaskunst

Von Louis Comfort Tiffany entwickelte kunsthandwerkliche Technik. Aus in Form geschnittenen Stücken farbigen Flachglases und miteinander verlöteten Kupferstreifen werden Lampenschirme und andere dreidimensionale Objekte gestaltet.

Treiben

Technik zur Gestaltung von reliefartigen Dekorationen auf Metall. Das Metall wird (meist in kaltem Zustand) von der Rück- oder Innenseite mit einem Hammer bearbeitet, sodass es sich verformt.

W

Wiener Werkstätte

Produktionsgemeinschaft von Künstlern, 1903 in Wien von Josef Hoffman, Koloman Moser und dem Kunstmäzen und Industriellen Fritz Waerndorfer gegründet. Die Mitglieder stellten verschiedene Möbel, Metall- und Glasarbeiten in einer geradlinigen Variante des Art nouveau (Jugendstil) her und strebten an, Architektur und Raumgestaltung zu einem Gesamtkunstwerk zu verschmelzen.

Z

Zikkurat

Gestufte Form, angelehnt an die Sockel mesopotamischer Tempeltürme. Beliebtes Formelement in Architektur und Design des Art déco.